Sozialversicherungsbeiträge 2021 – Neue Rechengrößen im Excel-Finanzplan-Tool

Im Rahmen der Personalkostenplanung ermöglicht das Excel-Finanzplan-Tool neben einer pauschalen Berechnung der Lohnnebenkosten auch eine genaue Kalkulation der gesetzlichen Sozialabgaben. Zum Jahreswechsel ändern sich wieder die relevanten Rechengrößen. Die wichtigsten Änderungen im Bereich Lohnsteuer und Sozialversicherung 2021 haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst. 

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat kürzlich die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 vorgelegt. Danach steigen auch im nächsten Jahr wieder die Beitragsbemessungsgrenzen und Jahresarbeitsentgeltgrenzen (= Versicherungspflichtgrenzen) und damit die Kosten für Unternehmen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind Einkommensobergrenzen bis zu denen die Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Versicherungszweigen zur Berechnung der Beiträge heranziehen müssen. Der Teil des Entgelts, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist nicht mehr beitragspflichtig.

Für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt für das gesamte Bundesgebiet eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung unterscheidet sich in den neuen (Ost) und den alten Bundesländern (West).

Neu: Zum 1.1.2021 steigen sämtliche Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Abb. oben)

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2021

Bei den Beitragssätzen gibt es in 2021 gegenüber dem Vorjahr diesmal keine wesentlichen Veränderungen.

Der Beitragssatz für die Gesetzlichen Krankenkassen bleibt bei 14,6 Prozent (allgemeiner Beitragssatz). Sofern die Kassen mehr Geld benötigen, können sie einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Der Arbeitgeberanteil beim allgemeinen Beitragssatz bleibt dabei bei 7,3 Prozent (= Hälfte). Etwaige Zusatzbeiträge werden ebenfalls jeweils zu 50% von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.

Auch der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt unverändert bei 18,6 Prozent, der zur Arbeitslosenversicherung bei 2,4%. Beide werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

In der sozialen Pflegeversicherung beträgt der Beitragssatz weiterhin bundeseinheitlich 3,05 Prozent, jeweils hälftig vom AG und AN zu tragen (Hinweis: Im Bundesland Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern => AG:1,025% und AN: 2,025%). Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung, die

  • keine Kinder haben,
  • ab dem 1. Januar 1940 geboren sind und
  • das 23. Lebensjahr vollendet haben,

müssen einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 Prozent zahlen.

Excel-Finanzplan-Tool schnell und einfach aktualisieren

Aufgrund der Flexibilität des Excel-Finanzplan-Tool PRO sind die genannten Anpassungen schnell und einfach auf dem Blatt „Annahmen“ im Abschnitt Lohnnebenkosten umsetzbar (siehe Abb. unten).

Mit unseren regelmäßigen, kostenlosen Updates werden wir diese Änderungen ab Mitte Dezember bereits in die verschiedenen Editionen des Excel-Finanzplan-Tool PRO integrieren, so dass dort keine eigenen Anpassungen erforderlich sind.