Sozialversicherungsbeiträge 2020 – Neu im Excel-Finanzplan-Tool

Das Excel-Finanzplan-Tool erlaubt bei der Personalkostenplanung neben einer pauschalen Berechnung der Lohnnebenkosten auch eine genaue Kalkulation der gesetzlichen Sozialabgaben. Zum Jahreswechsel ändern sich mal wieder die Rechengrößen in der Sozialversicherung. Die wichtigsten Änderungen im Bereich Lohnsteuer und Sozialversicherung 2020 haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst. 

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Auch das Jahr 2020 bringt wieder einige Neuerungen im Bereich der Sozialversicherung und der Lohnsteuer. Erneut steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und Jahresarbeitsentgeltgrenzen (= Versicherungspflichtgrenzen), und damit die Kosten für Unternehmen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind Einkommensobergrenzen bis zu denen die Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Versicherungszweigen zur Berechnung der Beiträge heranziehen müssen. Der Teil des Entgelts, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist nicht mehr beitragspflichtig.

 

Für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt für das gesamte Bundesgebiet eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung unterscheidet sich in den neuen (Ost) und den alten Bundesländern (West).

Neu: Zum 1.1.2020 steigen sämtliche Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Abb. oben)

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2020

Auch bei den Beitragssätzen gibt es in 2020 gegenüber dem Vorjahr einige Anpassungen.

Der Beitragssatz für die Gesetzlichen Krankenkassen bleibt bei 14,6 Prozent (allgemeiner Beitragssatz). Sofern die Kassen mehr Geld benötigen, können sie einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Der Arbeitgeberanteil beim allgemeinen Beitragssatz bleibt dabei bei 7,3 Prozent (= Hälfte). Etwaige Zusatzbeiträge werden ebenfalls jeweils zu 50% von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen.

Auch der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt unverändert bei 18,6 Prozent, der zur Arbeitslosenversicherung sinkt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4% (befristet bis 31. Dezember 2022). Beide werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

In der sozialen Pflegeversicherung beträgt der Beitragssatz (bereits seit dem 1. Januar 2019) bundeseinheitlich 3,05 Prozent, jeweils hälftig vom AG und AN zu tragen (Hinweis: In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern => AG:1,025% und AN: 2,025%). Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung, die

  • keine Kinder haben,
  • ab dem 1. Januar 1940 geboren sind und
  • das 23. Lebensjahr vollendet haben,

müssen einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 Prozent zahlen.

So aktualisieren Sie das Excel-Finanzplan-Tool schnell und einfach

Aufgrund der Flexibilität des Excel-Finanzplan-Tool PRO sind die genannten Anpassungen schnell und einfach auf dem Blatt „Annahmen“ im Abschnitt Lohnnebenkosten umsetzbar (siehe Abb. unten).

In der aktuellen Version des Excel-Finanzplan-Tool PRO sind die ab 1. Januar 2020 geltenden Werte selbstverständlich in allen Editionen bereits berücksichtigt, so dass hier keine Anpassungen erforderlich sind.