Planung Personalkosten im Excel-Finanzplan-Tool – Neue Sozialversicherungsbeiträge ab 2016

Sozialvers_StempelDas Excel-Finanzplan-Tool erlaubt in allen Versionen bei der Personalkostenplanung neben einer pauschalen Berechnung der Lohnnebenkosten auch eine genaue Kalkulation der gesetzlichen Sozialabgaben.

Dazu müssen aber die aktuellen Sätze und Beitragsbemessungsgrenzen vorgegeben werden. Wie jedes Jahr gibt es auch in 2016 einige Neuerungen. Welche genau, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Das Jahr 2016 bringt einige Neuerungen im Bereich der Sozialversicherung und der Lohnsteuer. Insbesondere steigen wieder einmal die Beitragsbemessungsgrenzen und Jahresarbeitsentgeltgrenzen, und damit die Kosten für Unternehmen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind Einkommensobergrenzen bis zu denen die Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Versicherungszweigen zur Berechnung der Beiträge heranziehen müssen. Der Teil des Entgelts, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist nicht mehr beitragspflichtig.

BBMG_2016

Für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt für das gesamte Bundesgebiet eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung (einheitlich) unterscheidet sich in den neuen und den alten Bundesländern.

Neu: Zum 1.1.2016 steigen sämtliche Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Abb. oben)

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2016

Bei den Beitragssätzen gibt es in 2016 gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen.

Der Beitragssatz für die Gesetzlichen Krankenkassen liegt bei 14,6 Prozent. Sofern die Kassen mehr Geld benötigen, können sie einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Der Arbeitgeberanteil beim allgemeinen Beitragssatz bleibt dabei bei 7,3 Prozent. Etwaige Zusatzbeiträge müssen also komplett von den Arbeitnehmern getragen werden.

Die Beitragssätze für die Pflegeversicherung (2,35%), die Rentenversicherung (18,7%) sowie die Arbeitslosenversicherung (3,0%) bleiben unverändert und werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

So aktualisieren Sie das Excel-Finanzplan-Tool schnell und einfach

Aufgrund der Flexibilität des Excel-Finanzplan-Tools sind die genannten Anpassungen schnell und einfach umsetzbar. Es sind lediglich auf dem Blatt „Annahmen“ im Abschnitt Lohnnebenkosten die beiden Beitragsbemessungsgrenzen entsprechend anzupassen (siehe Abb. unten):

Die für die Renten- und Arbeitslosenversicherung auf EUR 6.200,00 pro Monat (= EUR 74.400/12), die für die Kranken- und Pflegeversicherung auf EUR 4.237,50 pro Monat (= EUR 50.850/12).

Anpassung_EFT_2016

In der aktuellen Version des Excel-Finanzplan-Tools sind die ab 1. Januar 2016 geltenden Werte selbstverständlich bereits berücksichtigt, so dass hier keine Anpassungen mehr erforderlich sind.