Personalkosten im Excel-Finanzplan-Tool – Neue Sozialversicherungsbeiträge ab 2017

Sozialvers_StempelDas Excel-Finanzplan-Tool erlaubt in allen Versionen bei der Personalkostenplanung neben einer pauschalen Berechnung der Lohnnebenkosten auch eine genaue Kalkulation der gesetzlichen Sozialabgaben. Dazu müssen aber die aktuellen Sätze und Beitragsbemessungsgrenzen vorgegeben werden. Wie jedes Jahr gibt es auch in 2017 einige Neuerungen. Welche genau, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Auch das Jahr 2017 bringt wieder einige Neuerungen im Bereich der Sozialversicherung und der Lohnsteuer. Erneut steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und Jahresarbeitsentgeltgrenzen (= Versicherungspflichtgrenzen), und damit die Kosten für Unternehmen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind Einkommensobergrenzen bis zu denen die Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Versicherungszweigen zur Berechnung der Beiträge heranziehen müssen. Der Teil des Entgelts, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist nicht mehr beitragspflichtig.

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Für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt für das gesamte Bundesgebiet eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung (einheitlich) unterscheidet sich in den neuen (Ost) und den alten Bundesländern (West).

Neu: Zum 1.1.2017 steigen sämtliche Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Abb. oben)

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2017

Bei den Beitragssätzen gibt es in 2017 gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen mit Ausnahme der Pflegeversicherung.

Der Beitragssatz für die Gesetzlichen Krankenkassen bleibt bei 14,6 Prozent (allgemeiner Beitragssatz). Sofern die Kassen mehr Geld benötigen, können sie einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Der Arbeitgeberanteil beim allgemeinen Beitragssatz bleibt dabei bei 7,3 Prozent (= Hälfte). Etwaige Zusatzbeiträge müssen also komplett von den Arbeitnehmern getragen werden.

Auch die Beitragssätze für die Rentenversicherung (18,7%) sowie die Arbeitslosenversicherung (3,0%) bleiben unverändert und werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Aufgrund der Pflegereform steigen die Kosten in der Pflegeversicherung weiter. Bereits Anfang 2016 sind zahlreiche Leistungsverbesserungen in Kraft getreten. Der Beitrag stieg um 0,3 Prozent auf 2,35% (für Kinderlose auf 2,6%). Für 2017 ist eine weitere Steigerung um 0,2 Prozentpunkte auf dann 2,55% verabschiedet worden. Kinderlose zahlen dann 2,8%.

So aktualisieren Sie das Excel-Finanzplan-Tool schnell und einfach

Aufgrund der Flexibilität des Excel-Finanzplan-Tools sind die genannten Anpassungen schnell und einfach umsetzbar. Es sind lediglich auf dem Blatt „Annahmen“ im Abschnitt Lohnnebenkosten die beiden Beitragsbemessungsgrenzen sowie der Wert bei der Pflegeversicherung entsprechend anzupassen (siehe Abb. unten).

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In der aktuellen Version des Excel-Finanzplan-Tools sind die ab 1. Januar 2017 geltenden Werte selbstverständlich bereits berücksichtigt, so dass hier keine Anpassungen mehr erforderlich sind.