Neue Sozialversicherungsbeiträge ab 2019 – Personalkosten im Excel-Finanzplan-Tool

Das Excel-Finanzplan-Tool erlaubt in allen Versionen bei der Personalkostenplanung neben einer pauschalen Berechnung der Lohnnebenkosten auch eine genaue Kalkulation der gesetzlichen Sozialabgaben. Dazu müssen aber die aktuellen Sätze und Beitragsbemessungsgrenzen vorgegeben werden. Wie jedes Jahr gibt es auch in 2019 einige Neuerungen. Welche genau, erfahren Sie in diesem Beitrag.  

Neue Rechengrößen in der Sozialversicherung

Auch das Jahr 2019 bringt wieder einige Neuerungen im Bereich der Sozialversicherung und der Lohnsteuer. Erneut steigen die Beitragsbemessungsgrenzen und Jahresarbeitsentgeltgrenzen (= Versicherungspflichtgrenzen), und damit die Kosten für Unternehmen.

Die Beitragsbemessungsgrenzen sind Einkommensobergrenzen bis zu denen die Arbeitgeber das Bruttoarbeitsentgelt ihrer Mitarbeiter in den einzelnen Versicherungszweigen zur Berechnung der Beiträge heranziehen müssen. Der Teil des Entgelts, der die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, ist nicht mehr beitragspflichtig.

Für die Kranken- und Pflegeversicherung gilt für das gesamte Bundesgebiet eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze. Sie entspricht der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG). Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung unterscheidet sich in den neuen (Ost) und den alten Bundesländern (West).

Neu: Zum 1.1.2019 steigen sämtliche Beitragsbemessungsgrenzen (siehe Abb. oben)

Beitragssätze zur Sozialversicherung 2019

Auch bei den Beitragssätzen gibt es in 2018 gegenüber dem Vorjahr einige Anpassungen.

Der Beitragssatz für die Gesetzlichen Krankenkassen bleibt bei 14,6 Prozent (allgemeiner Beitragssatz). Sofern die Kassen mehr Geld benötigen, können sie einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben. Der Arbeitgeberanteil beim allgemeinen Beitragssatz bleibt dabei bei 7,3 Prozent (= Hälfte). Etwaige Zusatzbeiträge müssen also komplett von den Arbeitnehmern getragen werden.

Auch der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt unverändert bei 18,6 Prozent, aber der zur Arbeitslosenversicherung sinkt gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5%. Beide werden jeweils hälftig vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.

Durch das Pflegeversicherungs-Beitragssatzanpassungsgesetz 2019 wird der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung zum 01.01.2019 um 0,5 Prozentpunkte auf dann 3,05% angehoben, jeweils hälftig vom AG und AN zu tragen (Hinweis: In Sachsen bestehen in der Pflegeversicherung bei der Beitragsverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer Unterschiede zu den anderen Bundesländern => AG:1,025% und AN: 2,025%).

So aktualisieren Sie das Excel-Finanzplan-Tool schnell und einfach

Aufgrund der Flexibilität des Excel-Finanzplan-Tool PRO sind die genannten Anpassungen schnell und einfach auf dem Blatt „Annahmen“ im Abschnitt Lohnnebenkosten umsetzbar (siehe Abb. unten).

In der aktuellen Version des Excel-Finanzplan-Tool PRO sind die ab 1. Januar 2019 geltenden Werte selbstverständlich in allen Editionen bereits berücksichtigt, so dass hier keine Anpassungen erforderlich sind.