Welche Version für Wen?

Welche Version des Excel-Finanzplan-Tools sollte ich nutzen?

Welche Version Sie nutzen sollten ist abhängig von der Gewinnermittlungsmethode, die für ihr unternehmerisches Vorhaben anzuwenden ist. Das Excel-Finanzplan-Tool gibt es in zwei verschiedenen Varianten, je nachdem ob die Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) oder durch Aufstellung einer Bilanz und damit durch Erstellung eines Betriebsvermögensvergleiches erfolgen soll.

Die anzuwendende Gewinnermittlungsart ist dabei abhängig von der Rechtsform bzw. einer bestehenden Buchführungspflicht sowie von bestimmten Umsatz- bzw. Gewinnschwellen.

Gewinnermittlung durch Bilanzierung
(= PRO-Version)

Hier erfolgt die Ermittlung des Gewinns durch Betriebsvermögensvergleich, es handelt es sich um eine periodengerechte Gewinnermittlung. Hierzu gehören insbesondere die Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung.

Die PRO-Version muss von allen buchführungspflichtigen Unternehmern verwendet werden:

  • Alle Kapitalgesellschaften (UG, GmbH, AG) sowie GmbH & Co. KG
  • Personengesellschaften (OHG, KG, PartG) und Einzelkaufleute/Gewerbetreibende, falls der Jahresumsatz größer als 500.000 € oder der Gewinn über € 50.000 p.a. (also auch wenn nur eines der beiden Kriterien erfüllt ist)
Mehr Information über die PRO-Version 

Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung
(= EÜR-Version)

Hierbei handelt es sich um die vereinfachte Form der Gewinnermittlung. In Anspielung auf die Rechtsgrundlage (§ 4 Abs. 3 EStG) wird die Einnahmen-Überschuss-Rechnung auch „4/3-Rechnung“ genannt.

Die EÜR-Version kann von allen nicht buchführungspflichtigen Unternehmern verwendet werden:

  • Gewerbliche Unternehmen sowie Land- und Forstwirte mit einem Jahresumsatz kleiner als 500.000 € und einem Gewinn weniger als € 50.000 p.a. (nur wenn beide Kriterien erfüllt sind)
  • Freiberufler und andere Selbständige (die keine gewerblichen Einkünfte erzielen) unabhängig von der Höhe des Umsatzes und des Gewinns
Mehr Information über die EÜR-Version 

Hinweis

Selbstverständlich kann wahlweise jederzeit auch freiwillig die Gewinnermittlung durch Bilanzierung (= PRO-Version) gewählt werden, z.B. weil die Größengrenzen absehbar nach kurzer Zeit überschritten werden oder weil Gesellschafter oder Investoren dies so wünschen.

Auch ist eine reine Einnahmen-Ausgaben-Buchführung häufig für eine betriebswirtschaftliche Auswertung nicht ausreichend. Dies betrifft insbesondere den Bereich Forderungen aus Rechnungen an Kunden und Verbindlichkeiten aus bezogenen Lieferungen und Leistungen. Wer nicht gerade ein Barzahlungsgeschäft führt, kann sein Unternehmen nur dann erfolgreich führen, wenn er in diesem Bereich den Überblick behält. Die einfachste Möglichkeit ist dann, diese Forderungen und Verbindlichkeiten durch eine doppelte Buchführung zu erfassen.

Vier Tools – Die Unterschiede

 

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